Corona-Special Teil 1: How to Mund-Nasen-Bedeckung

Das Tragen einfacher Mund-Nasen-Bedeckungen (auch „Behelfsmasken“) ist zur Zeit vielerleiorts zu bestimmten Anlässen Pflicht. Wir bei mondscheintomate.de möchten in diesem Blogpost gemeinsam mit ein paar unserer Hofbewohner zeigen, worauf es dabei ankommt:

1. Aus einem (alten) T-Shirt lässt sich problemlos eine Behelfsmaske basteln:

Für eine Bauanleitung aber bitte nicht bei Frau Pferd nachfragen, sondern mal im Internet gucken – dort finden sich gute Anleitungen

2. Statt einer Maske kann man auch ein Tuch oder einen Schal tragen:

So bitte nicht, Herr Pferd: Auch Schal oder Tuch sollten natürlich Mund und Nase… Maul und Nüstern… na wie auch immer, halt die vorhandenen Öffnungen abdecken

3. Sofern es auch bei Euch wieder Küchenrollen zu kaufen gibt: Findige Leute haben auch daraus oder aus Servietten, Gummibändern und einem Tacker eine Einweg-Maske gebaut, die nicht viel kostet und sicher auch für ein paar Minuten Tröpfchen abhalten kann:

So wird das aber nichts, Frau Pferd: Zwar hat sie wieder eine Küchenrolle, aber an Gummibänder und den Tacker hat sie nicht gedacht

4. Kinder vor dem Schuleintritt oder Menschen, die dies aufgrund ärztlich bescheinigter Erkrankungen oder Einschränkungen nicht können, müssen laut der bei uns geltenden Verordnung keine Maske tragen:

So ist es – bei uns – richtig: Mutti trägt eine Maske, Baby noch nicht – bitte informiert Euch aber selbst über die in Eurer Gegend geltenden Regelungen

5. Das Einhalten des richtigen Abstandes ist trotzdem geboten!

Das gilt natürlich nicht in Fällen wie dem von Frau Pferd und ihrem Partner Herrn Pferd: Wer zusammen wohnt, darf natürlich auch weiterhin zusammen am Frühstückstisch sitzen… oder an der Raufe stehen…

In diesem Sinne: Bleibt gesund und fröhlich!

Eure Mondscheintomaten-Mädels und -Hühs

DISCLAIMER: Beim Verfassen dieses Blog-Eintrags samt Fotoshooting kamen natürlich weder Mensch noch Tier zu Schaden – wir hatten nur gemeinsam viel Spaß (natürlich im gebührenden Abstand) und es gab einige Extra-Möhrchen und Leckerlies dafür, dass unsere Ponys den kleinen Spaß so toll mitgemacht haben.

Züchten

Wer sich für Haustiere interessiert, der kommt nicht darum herum, sich auch irgendwie mit dem Thema Zucht zu beschäftigen. Immerhin sind unsere Haustiere nur deswegen Haustiere (also von der Katze mal abgesehen), weil wir sie züchten, also bei der Vermehrung selektieren. Nur so konnte aus dem Wolf (oder einem seiner wolfsähnlichen Vertreter – es gibt da wieder neue Theorien) ein Chihuahua (chacka – richtig geschrieben) und ein Bernhardiner werden.

Ich beteilige mich an diesem Tun, das manche Bevölkerungsschichten verächtlich abtun, indem ich Shetlandponys züchte. Hunde möchte ich auf keinen Fall züchten und Bienen vermehre ich einfach nur. Dabei ist der Unterschied zwischen Zucht und Vermehrung die Tatsache, dass man bei der Zucht die Elterntiere auswählt, die hoffentlich die gewünschten Zuchtziele weiter vererben. Bei der Vermehrung hingegen versucht man nur die Menge der Tiere zu erhöhen, ohne darauf zu achten, wer sich da mit wem paart.

Die Idee zu züchten begann mit dem Wunsch meinen damaligen Hund zu vermehren. Ich hatte wohl die Idee, den Rüden bewusst auszuwählen, damit bestimmte Eigenschaften erhalten bleiben, aber von Zucht hatte ich zu dem Zeitpunkt keine Ahnung. Ich bin dann im Tierwelt Forum gelandet, um mich zu informieren. Das Ergebnis war, dass ich meinen Mix nicht mehr vermehren wollte, aber Zucht selbst spannend fand. Zu dem Zeitpunkt wuchs der Wunsch Pferde zu kaufen. Zuerst waren es zwei Wallachponys für die Kinder. Nachdem sich rausstellte, dass die Beiden nicht, wie versprochen, gut vor der Kutsche gingen, aber Gespannfahren mir besser gefiel als Reiten, suchte ich eine Alternative. Und so bin ich zu Shetlandponys gekommen. Die Idee mit der Kutsche zu fahren und eine Pferderasse durch Zucht zu erhalten, lag genau auf meiner Wellenlänge. Dazu hatten wir einen Hektar Grünland erworben und somit viel Platz für kleine Ponys. Und last but not least hat es mir in der Interessengemeinschaft Shetlandponys Mecklenburg-Vorpommern sehr gut gefallen.

Meine Zuchterfolge würden wohl jeden Warmblutzüchter neidisch machen. Ich habe bereits 3 Staatsprämienstuten gezogen und eine vierte Stute kommt vermutlich im Herbst dazu. Außerdem haben meine Ponys erfolgreich an verschiedenen Zuchtschauen teilgenommen. Blickt man hinter die Kulissen, dann kann ich gar nicht so viel. In Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden unserer IG habe ich einfach Gelegenheiten genutzt, tolle Hengste zur Verfügung zu haben. Und auch die Mutterstute aller meiner Nachkommen, habe ich beim Fachmann gekauft. Es war schon ein bisschen Gllück, dass ich die richtigen Menschen zur richtigen Zeit getroffen habe.

Ich wurde in meinem Forum mal gefragt, was mir denn am meisten Spaß in punkto Pferd macht. Immerhin fing die Idee Pferd schon als Kind an, mit dem Wunsch ein Pferd zu besitzen. Heute bin ich heilfroh, dass es Ponys sind. Mit den „Pferden“ habe ich es nicht so. Und dann ging es weiter damit, dass ich reiten und Gespannfahren lernte. Die ersten Ponys wurden für die Kinder gekauft. Und heute weiß ich genau, dass Züchten von Ponys meine größte Leidenschaft bei der Arbeit mit den Equiden ist. Zur Zucht gehört mehr als nur verpaaren und verkaufen. Die Fohlen müssen das Fohlen ABC lernen, die Stuten müssen vor der Kutsche bewegt werden, Fütterung, Haltung, Gesundheit. Ich habe immer noch eine Menge zu lernen. Und wenn dann das „Zuchtprodukt“ Fohlen im Frühjahr zur Welt kommt, dann schlägt das Züchterherz höher. Wie gut hat man es getroffen? Nach 3 Tagen, 3 Monaten und 3 Jahren beurteilt man als Züchter das Pferd. Dazwischen wird es Richtern vorgestellt und rangiert sich zwischen den Tieren der anderen Züchter ein. Klar freue ich mich über gute Noten, aber am Ende zählt der neue Besitzer, der sich freut ein tolles Pony kaufen zu können.

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Wie giftig ist das eigentlich?

Eines der Probleme mit denen man sich hier auf dem Land rumschlägt ist das Wachstum und die Ausbreitung von Pflanzen, die man nicht haben will. Manches davon ist hässlich, anderes lästig und einiges ganz schön giftig.

Zu der giftigen Sorte gehört das Jakobskreuzkraut. Eine Blütenpflanze aus der Gattung der Kreuzblütler, die alle nicht ganz ohne sind. Das Jakobskreuzkraut übertrifft sie aber alle. Aus nicht geklärter Ursache hat es sich in den letzten 20 Jahren wie verrückt ausgebreitet. Es gibt sogar diverse Verschwörungstheorien dazu. Mir ist das Problem jedenfalls erst aufgegangen, wie ich mit der Pferdehaltung begonnen habe. Das Jakobskreuzkraut ist unter den Pferdeleuten jedenfalls der Teufel schlechthin. Und auch unter den Imkern wächst die Erkenntnis, dass diese Pflanze, das Böse personifiziert oder herbiziert (wenn es den Ausdruck geben sollte).

So ganz abwegig ist das nicht, wenn man bedenkt, dass drei Kilo von dem frischen Kraut ein 700kg Pferd umbringen. Und es mussten schon ganze Honigernten vernichtet werden, weil der Giftstoff aus diesem Kraut mit dem Nektar eingetragen wurde. Doch auch kleinere Mengen schädigen schon die Leber, so dass man beim jäten Handschuhe tragen sollte. Und wenn es schon Blüten hat, sollte man es nach dem Außreißen entweder in einen Plastiksack stecken oder noch besser gleich verbrennen.

Besonders betroffen sind Pferdeweiden und brachliegende Naturschutzflächen. Meine Koppeln sind auch betroffen und jedes Jahr stehe ich abgrundtiefseufzend vor der gelben Invasion. Es würde durchaus helfen, wenn wir zeitig mulchen (das ist wenn das Gras wie beim Rasenmäher kleingehäkselt wird und liegen bleibt) würden. Aber dann wäre nichts mehr für die Pferde da. Also versuchen wir es in einer Kombination mit mulchen und eben jäten. Und ja – jäten ist Mädchenarbeit und Mulchen was für Jungs, denn dafür braucht man einen Trecker. Vermutlich könnte ich das Ding auch fahren, auch mein Führerschein ist dafür ausgelegt, aber ich habe nicht die Nerven mir die Vorträge des Besitzers anzuhören, die voller Vorurteile mir erklären, wie man das Ding zu Schrott fährt und dass ich doch bitte genau diese Dinge alle nicht tun sollte. Außerdem würde jäten Mädchenarbeit bleiben und Mulchen wäre dann auch noch Mädchenarbeit. Aber das ist eine andere Baustelle.

Das giftige Kraut hat natürlich seine Lebensberechtigung. Es ernährt zum Beispiel die Raupen eines Schmetterlings – des Blutbärs. Und der steht auf der roten Liste. Der Raupe setzt das Gift nicht zu, sondern sie nutzt es zur Abwehr gegen Fraßfeinde. Passend dazu ist sie gelb-schwarz geringelt. Das scheint in der Tierwelt ein Zeichen für „Achtung giftig!“ zu sein. Aber auch das massenhafte Auftreten vom Jakobskreuzkraut hat nicht dazu geführt, dass der Blutbär sich massenhaft vermehrt. Vermutlich gehört zu seiner Vermehrung mehr als nur eine Menge Kreuzkraut.

Für mich bleibt unterm Strich nur die möglichst biologische Eindämmung der Plage. Und dazu gehört auch die Verbreitung der Informationen über Jakobskreuzkraut. Denn die Samen fliegen weit. Jeder ist willkommen sich am Ausreißen zu beteiligen. Mein Dank wird euch für immer hinterher hinken.

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